IAEA besorgt über iranische Urananreicherung

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat gestern bestätigt, in einem Schreiben offiziell über den Plan der iranische Atomenergiebehörde in Kenntnis gesetzt worden zu sein, in der Atomanlage Natans "auf unter 20 Prozent angereichertes Uran" zu produzieren. IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano habe "diese Entscheidung mit Besorgnis zur Kenntnis genommen", hieß es in einer Aussendung der IAEA.

Die Entscheidung könnte insbesondere die laufenden internationalen Bemühungen beeinträchtigen, die Verfügbarkeit nuklearen Brennstoffs für den Teheraner Forschungsreaktor sicherzustellen. Amano bekräftigte in diesem Zusammenhang die Bereitschaft der IAEA, weiterhin eine Vermittlerrolle in der Frage des iranischen Forschungsreaktors zu spielen.

Teheran: Uran zur Krebsbehandlung
Laut Teheran soll das angereicherte Uran dazu verwendet werden, in einem Forschungsreaktor Radioisotope für die medizinische Behandlung von Krebspatienten herzustellen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte dieses Vorhaben bereits am Wochenende angekündigt. Noch kurz zuvor hatte sein Außenminister Manuschehr Mottaki erklärt, der Iran sei bereit, das Uran im Ausland aufarbeiten zu lassen.