Der Iran will mit der Uran-Anreicherung auf 20 Prozent morgen beginnen. Die Anreicherung werde im Werk in Natanz anlaufen, teilte der Chef der iranischen Atomenergie-Behörde, Ali Akbar Salehi, gestern in Teheran mit. Die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) werde über die Planungen heute informiert, fügte Salehi hinzu.
Katz-und-Maus-Spiel geht weiter
Zuvor hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dem Chef der nationalen Atomenergiebehörde den Auftrag erteilt, umgehend mit der Anreicherung zu beginnen. Die IAEA hatte dem Iran im Oktober vorgeschlagen, Uran mit niedrigem Anreicherungsgrad nach Frankreich und Russland zu exportieren. Dort sollte das Material stärker angereichert und dann in den Iran zurückgeliefert werden. Dem hatte Ahmadinedschad auch vor kurzem zugestimmt.
Der Iran setzt damit das Katz-und-Maus-Spiel im Atomstreit fort: Nur wenige Tage nach einem scheinbaren Zugeständnis provoziert er den Westen erneut und erhöht den Druck. Zugleich zeigte sich Ahmadinedschad weiter verhandlungsbereit. Noch ist unklar, wie der Westen auf diese Provokation reagiert.
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