Ukrainer wählen Präsidenten: Knappes Rennen erwartet

Die Ukraine entscheidet heute in einer Stichwahl über ihren Präsidenten entschieden. Fünf Jahre nach der "Orange Revolution" zeichnete sich dabei eine Rückkehr des damals entmachteten Viktor Janukowitsch an die Spitze ab. Bei der ersten Runde Mitte Jänner lag der 59-Jährige zehn Prozentpunkte vor seiner Gegnerin, Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, die für das Reformlager antrat.

Nach Angaben der Polizei verlief die Stimmabgabe weitgehend ruhig. Bis zum späten Vormittag gaben knapp 18 Prozent der stimmberechtigten Ukrainer ihre Stimme ab. Das waren zu diesem Zeitpunkt weniger als bei früheren Abstimmungen, aber etwas mehr als beim ersten Wahlgang. Mit ersten Ergebnissen wird unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 19.00 Uhr (MEZ) gerechnet.

Zuversicht bei Stimmabgaben
"Das ukrainische Volk verdient ein besseres Leben", sagte Janukowitsch nach seiner Stimmabgabe. "Daher habe ich für Veränderungen, Stabilität und eine starke Ukraine gestimmt." Seine Rivalin Timoschenko wählte in ihrem Heimatort Dnjepropetrowsk. "Ich habe gerade für eine neue Ukraine gestimmt, eine fröhliche Ukraine, einen reichen und schönen europäischen Staat", sagte die 49-Jährige. "Ich bin mir sicher, dass die Menschen nur in einem solchen Staat glücklich leben können und jeder Mensch seinen Platz findet. Diesem Anliegen werde ich mit meinem ganzen Herzen und all meiner Kraft dienen."

Auftakt zu neuen Protesten
Der Wahlkampf wurde unerbittlich und mit allen Mitteln geführt. Sollte das Ergebnis knapp ausfallen, könnten wieder die Gerichte am Zug ein. Und Timoschenko drohte schon vorsorglich mit Protesten, sollte sie die Wahl verlieren.

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