Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) kann sich eine Lösung der Kärntner Ortstafelfrage auch ohne Zustimmung der Freiheitlichen in Kärnten (FPK) vorstellen. Allerdings müssten dann SPÖ, ÖVP und Grüne an einem Strang ziehen.
"Dann schaut die Welt ganz anders aus, dann sehe ich Kärnten einbezogen", sagte der Kanzler gegenüber der "Kleinen Zeitung" (Samstag-Ausgabe).
"Man kann eine 45-Prozent-Partei nicht außen vor lassen", sagte dagegen FPK-Chef Uwe Scheuch heute gegenüber der APA. Faymann hatte zuletzt bei den zweisprachigen Ortstafeln auf eine möglichst breite Einigung gepocht. "Wenn der Bundeskanzler nun glaubt, dass eine Lösung ohne breite Mehrheit möglich ist, wird er nichts Gutes tun", so Scheuch.
Er beharrte weiterhin auf einer Lösung auf Basis der Ortstafelverordnung des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky (SPÖ) mit der 25-Prozent-Regelung aus dem Jahr 1977.