Das Ermittlungsgutachten im Asylfall Jovan Mirilo, auf das die Asylablehnung maßgeblich zurückgeht, ist nach Ansicht der Grünen "von einer unglaublich dubiosen Qualität". Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, kritisierte gestern per Aussendung unter anderem, dass zwar die Ermittler augrund eines "erheblichen Sicherheitsrisikos" anonym gehalten wurden.
Alle Zeugen, inklusive derer, die in Serbien leben, würden im Gegensatz dazu mit vollem Namen genannt. "Für diese und den Asylwerber Mirilo gilt in den Augen des Bundesasylamts diese Gefährdung offensichtlich nicht, sondern nur für den in Österreich lebenden Ermittler. Das ist haarsträubend und zynisch", so Korun.
Widersprüche im Asylbescheid
Der negative Asylbescheid gegen den Srebrenica-Aufdecker sorgt jedenfalls weiter für Aufregung. Mirilo, der im Fall einer Abschiebung nach Serbien um sein Leben fürchtet, wehrt sich vehement gegen den Vorwurf des Bundesasylamts, ein Schwindler und Betrüger zu sein.
Doch laut ORF-Radio widerspricht sich die Behörde in ihrer Begründung indirekt selbst. Die Wochenzeitung "Falter" erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen den Gutachter.
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