Die grüne Infrastruktursprecherin Gabriela Moser erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Dieser habe "den Staat ausgeplündert und Private bedient", was alleine bei den Mieteinnahmen des Bundes zu einem jährlichen Schaden von 20 Mio. Euro geführt habe.
Moser forderte heute Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) auf, das "System Grasser" endlich zu beenden. Grasser-Anwalt Manfred Ainedter wies auf APA-Anfrage die Vorwürfe zurück und kündigte rechtliche Schritte gegen die grüne Abgeordnete an.
"Geflecht von Spezis, Freunderln und Profiteuren"
Laut Moser hat Grasser noch in seiner Zeit als FPÖ-Minister "ein Geflecht von Spezis, Freunderln und Profiteuren der blauen Immobilienpolitik aufgebaut, die einen Millionenschaden für die Republik Österreich verursacht haben".
Denn Grasser habe Bundesgebäude nicht bei der Republik eingemietet, sondern gegen teures Geld bei privaten Investoren, wobei immer wieder der Name von Freund und Geschäftspartner Ernst Karl Plech auftauche. "Früher gingen die Mieteinnahmen an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), nun gehen sie an Private", so das Resümee von Moser.
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