EU rechnet mit Obama bei EU-USA-Gipfel

Die EU-Kommission rechnet nach wie vor damit, dass US-Präsident Barack Obama an einem EU-USA-Gipfeltreffen im Mai in Spanien teilnehmen wird. Zu Berichten, wonach Obama zu dem in Madrid geplanten Gipfel nicht kommen wolle, sagte eine Kommissionssprecherin heute in Brüssel: "Davon weiß ich nichts."

Sie fügte hinzu: "Normalerweise ist es ja so, dass Gipfel deswegen Gipfel sind, weil die Staats- und Regierungschefs daran teilnehmen." Die Sprecherin verwies darauf, die Planung des Gipfels, der am 24. Mai stattfinden soll, sei Sache des EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy.

Europäer stattdessen in die USA?
Das "Wall Street Journal" berichtete heute, Obama wolle nicht am jährlichen EU-USA-Gipfel teilnehmen. Er wolle weniger unterwegs sein: Im ersten Jahr seiner Amtszeit habe er 21 Staaten in Europa bei insgesamt zehn Reisen besucht. Das Blatt verwies auf die innenpolitischen Probleme angesichts des drohenden Scheiterns der Gesundheitsreform.

Im Weißen Haus werde erwogen, der EU eine Verschiebung des Gipfeltreffens auf November vorzuschlagen, heißt es. Dann wird Obama ohnehin in Lissabon zum NATO-Gipfel erwartet. Möglich sei auch, dass Obama die Europäer bitten werde, in die USA zu kommen.