Die russische Wirtschaft hat 2009 den stärksten Einbruch in 15 Jahren erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel um 7,9 Prozent, wie das Statistikamt in Moskau heute mitteilte. 2008 war das BIP noch um 5,6 Prozent gewachsen. Ursache der schweren Rezession waren zweistellige Rückgänge bei Industrie- und Bauproduktion.
Die Regierung hatte sogar ein Minus von 8,5 Prozent befürchtet. Obwohl das Ergebnis am Ende etwas besser ausfiel, hat Russland viel stärker unter der weltweiten Krise gelitten als die großen Industrieländer: Europas größte Volkswirtschaft Deutschland schrumpfte um fünf Prozent, die weltweite Nummer eins USA um 2,4 Prozent.
Gasprom mit Gewinneinbruch
Auch der russische Staatskonzern Gasprom veröffentlichte heute seine aktuellen Zahlen. Demnach sind die Einnahmen von Gasprom in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres um mehr als ein Drittel gesunken. In den Monaten Jänner bis September 2009 wurde aber immer noch ein Gewinn von rund 479,3 Mrd. Rubel (11,30 Mrd. Euro) erzielt
Der Umsatz ging um sieben Prozent zurück, die Menge an verkauftem Gas um 17 Prozent. In Russland selbst verkaufte Gasprom elf Prozent weniger Gas, in den übrigen Ex-Sowjetrepubliken ging der Umsatz sogar um 50 Prozent zurück. Auch in die EU-Staaten wurden elf Prozent weniger Gas geliefert als noch 2008.