Die US-Wirtschaft hat im vierten Quartal 2009 so kräftig zugelegt wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt wuchs nach ersten Schätzungen mit einer hochgerechneten Jahresrate von 5,7 Prozent, wie das US-Handelsministerium gestern mitteilte.
Es war das stärkste Wachstum seit dem Sommer 2003, das Quartal war bereits das zweite positive in Folge. Wegen der Schwierigkeiten in der ersten Jahreshälfte 2009 verzeichnete das BIP im Gesamtjahr aber ein Minus von 2,4 Prozent. Das war der schlechteste Wert seit 1946.
Erholung schneller als erwartet
Das rasante Wachstum im vierten Quartal signalisiert nach Meinung der Fachleute, dass die US-Wirtschaft sich schneller von der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise erholt als erwartet.
Die Wirtschaft ist demnach in den letzten drei Monaten 2009 mehr als doppelt so stark gewachsen wie in den drei Vormonaten. Ende September 2009 lag das Wachstum nach revidierten Angaben bei 2,2 Prozent. Analysten hatten daraufhin weitaus niedrigere Erwartungen in das letzte Quartal gesetzt - nämlich nach Umfragen der Wirtschaftsagentur Bloomberg eine Zunahme von 4,7 Prozent.