Russland und Weißrussland legen Ölstreit bei

Russland und Weißrussland haben ihren seit Monaten andauernden Streit über den Preis für russische Öllieferungen beigelegt.

Die beiden Länder hätten sich auf einen neuen Liefervertrag geeinigt, sagte der stellvertretende russische Regierungschef Igor Seschin gestern. Im Jänner 2007 hatte der Streit zwischen beiden Ländern über den Erdölpreis zu einem mehrtägigen Lieferstopp geführt, was auch Auswirkungen auf Deutschland und andere europäische Länder hatte.

Transit nach Europa gesichert
Genaue Angaben über die Konditionen wurden jedoch nicht bekanntgegeben. Die stellvertretenden Regierungschefs beider Staaten garantierten den reibungslosen Öltransit nach Westeuropa. Der bisherige Vertrag war am Neujahrstag ausgelaufen.

Durch das autoritär regierte Weißrussland laufen auch wichtige Transitwege für russisches Öl Richtung EU. Von täglich rund 400.000 Barrel Öl (je 159 Liter) aus Russland exportiert Weißrussland einen Teil auch nach Deutschland und Polen. Weißrussland hatte deutlich mehr Geld für das Weiterleiten des Öls in den Westen verlangt, während Russland eine Erhöhung seiner Exportzölle angestrebt hatte.