Organisierte Kriminalität hat der Volkswirtschaft in Russland allein im vergangenen Jahr einen Schaden von rund einer Billion Rubel (23,4 Mrd. Euro) zugefügt. Der Verlust sei etwa achtmal so groß wie 2008, teilte das Innenministerium in Moskau heute nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die meisten Verbrechen seien im Finanzsektor und im Handel festgestellt worden.
In etwa 15.000 Prozessen seien mehr als 100.000 Angeklagte verurteilt worden. Experten beklagen seit langem in Russland eine illegale Verzahnung von organisierter Kriminalität mit Teilen von Politik und Wirtschaft. Die bisherigen Maßnahmen seien unwirksam, da kriminelle Banden bereits staatliche Organe unterwandert hätten.