Großfusion in Musikbranche erhält grünes Licht in USA

Die US-Wettbewerbsbehörden haben der Fusion des US-Konzertveranstalters Live Nation mit dem führenden Ticketvermarkter Ticketmaster unter Auflagen zugestimmt. Demnach muss Ticketmaster seine Tochter Paciolan verkaufen, wie die Wettbewerbshüter des US-Justizministeriums gestern mitteilten.

Zudem sehen die Vorschläge vor, dass die fusionierte Gesellschaft dem Konkurrenten Anschutz Entertainment Nutzungsrechte für ihre wichtigste Software für den Eintrittskartenverkauf bereitstellt. Die Vereinbarung räumt Anschutz auch die Option zum Kauf der Software innerhalb der kommenden fünf Jahre ein.

Die Aktien beider Unternehmen schossen nach der Bekanntgabe um über zehn Prozent in die Höhe. Nach anfänglichen Bedenken hatte im Dezember bereits die britische Kartellbehörde grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. Kritiker bemängeln, die Fusion könnte zu höheren Ticketpreisen und weniger Wettbewerb führen. Live Nation hat unter anderem langfristige Verträge mit Künstlern wie Madonna und U2.