WIFO: Wirtschaftswachstum bis 2014 verlangsamt

Österreichs Wirtschaft wird in den Jahren bis 2014 langsamer wachsen als in den zehn Jahren vor der Wirtschaftskrise. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) prognostiziert von 2010 bis 2014 ein jährliches Wachstum der heimischen Wirtschaft um durchschnittlich 1,8 Prozent. Das sind 0,75 Prozentpunkte weniger als in den Jahren vor der Krise, als das Wachstum durchschnittlich bei 2,5 Prozent lag, teilte das WIFO heute mit.

"Nur allmählich berichtigen"
"Selbst in den besten Jahren des Prognosezeitraumes (2012 bis 2014) wird das BIP-Wachstum nicht an diesen Durchschnittswert heranreichen", so die Forscher. Die Weltwirtschaft werde die Folgen der Finanzmarktkrise nur allmählich überwinden, die Vergabe von Risikokapital für Unternehmen sowie die Kreditversorgung des privaten Sektors zur Finanzierung von Ausrüstungs- und Bauinvestitionen und Konsum werden restriktiv bleiben.

"Der Wachstumsvorsprung Österreichs gegenüber dem Durchschnitt des Euro-Raumes wird geringer, nicht zuletzt, da die Exporte nach Ostmitteleuropa an Dynamik verlieren dürften", heißt es weiter.

Weltbank: Weltweites Wachstum bei 2,7 Prozent
Die Weltbank erwartet in diesem Jahr ein weltweites Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,7 Prozent. Der Aufschwung werde sich jedoch im Verlauf des Jahres abschwächen, wenn die Wirkung staatlicher Hilfsmaßnahmen nachlasse, teilte die Weltbank gestern(Ortszeit) in Washington mit.

Auch wenn die Weltwirtschaft wieder wachse, würden Staaten und Menschen die schmerzhaften Folgen der Krise auch noch in den kommenden Jahren spüren, sagte der Chefökonom der Weltbank, Justin Lin.

Das Weltwirtschaftsprodukt war laut Weltbank im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent eingebrochen. Für 2011 erwartet die Finanzinstitution nach dem Plus von 2,7 Prozent in diesem Jahr eine weitere Erholung um 3,2 Prozent.