Nach dem Scheitern des Weltklimagipfels in Kopenhagen haben die EU-Umweltminister die Klimaschutzziele der Europäischen Union bekräftigt. Nach einem Treffen gestern im südspanischen Sevilla sagte der britische Minister für Energie und Klimaschutz, Ed Miliband, die EU-Staaten seien übereingekommen, ihr bisheriges Angebot zur Reduzierung der Treibhausgase aufrecht zu erhalten.
"Wir sind überzeugt, dass wir das 30-Prozent-Angebot beibehalten sollten", sagte Miliband. Dieses sei zwar an Bedingungen geknüpft, doch bedeute es ein wichtiges Signal an die anderen Staaten, wenn es beibehalten werde.
Reduktion um 20 bis 30 Prozent
Die EU will ihren Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Wenn auch andere Staaten mitmachen, soll die Marke auf 30 Prozent erhöht werden. Deutschland hat sich bereits verpflichtet, die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent abzubauen.
Der Weltklimagipfel hatte im Dezember in Kopenhagen lediglich eine politische Erklärung von 25 Staaten zur Kenntnis genommen, wonach die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll. Gemeinsame Zielmarken zur Reduzierung der Treibhausgase wurden nicht festgelegt.