Das geplante Asylaufnahmezentrum im burgenländischen Eberau hat gestern auch die SPÖ-Klubklausur in Bad Tatzmannsdorf beherrscht. Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann betonte am Abend gegenüber der ZIB2, er sei gegen ein drittes Asylzentrum, wenn dieses nicht nötig sei. Damit rückte Faymann von einer Vereinbarung ab, die SPÖ und ÖVP in das Regierungsübereinkommen aufgenommen hatten.
Faymann betonte daher auch, eine solche Entscheidung dürfe nicht zulasten der beiden bestehenden Zentren Traiskirchen (NÖ) und Thalham (OÖ) gehen. Vor allem Niederösterreich drängt auf die Errichtung eines dritten Zentrums, um damit Traiskirchen zu entlasten. Für Faymann ist die Verkürzung der Asylverfahren zudem eine Voraussetzung für einen Verzicht auf ein drittes Zentrum.
Bereits zuvor hatte der Kanzler betont, dass für ihn die geplanten Volksbefragungen zum Asylzentrum bindend seien.
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Niessl: Kärnten war als Standort vorgesehen
Laut dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) soll im Koalitionsabkommen ursprünglich Kärnten und nicht der "Süden" als Standort für ein drittes Erstaufnahmezentrum fixiert gewesen sein. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "profil".
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