Trotz der wirtschaftlichen Erholung hat sich der Stellenabbau in den USA am Jahresende überraschend fortgesetzt. Im Dezember wurden 85.000 Jobs abgebaut, wie das Arbeitsministerium heute mitteilte.
Erwartet wurde Stagnation
Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Im November waren korrigierten Angaben zufolge noch 4.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Zunächst war ein Minus von 11.000 ermittelt worden.
Seit Ausbruch der Rezession Ende 2007 fielen rund 7,2 Millionen Jobs in der größten Volkswirtschaft der Welt weg. 2009 waren es allein 4,2 Millionen. Die Arbeitslosenquote erreichte zeitweise mit 10,2 Prozent den höchsten Stand seit 1983.
Arbeitslosenquote bei zehn Prozent
Sie beträgt jetzt zehn Prozent. Wegen der Jobkrise hatte sich die schwerste Wirtschaftskrise seit 70 Jahren noch verschärft, weil die Verbraucher ihre Ausgaben einschränkten. Die USA hängen stärker als andere Länder vom privaten Konsum ab. Er macht deutlich mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus.
Die Konjunktur hatte zuletzt wieder Tritt gefasst. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal mit 2,2 Prozent erstmals nach einjähriger Pause wieder - auch dank des staatlichen Konjunkturprogramms. Die US-Abwrackprämie "Cash for Clunkers" etwa ließ den darbenden Automarkt wieder wachsen.