Spanien will Türkei-Verhandlungen vorantreiben

Die spanische EU-Ratspräsidentschaft will die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei vorantreiben. "Wir haben vier Verhandlungsbereiche im Sinn, die wir während unserer Amtszeit zu eröffnen hoffen", sagte Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos heute in Madrid.

Die Beitrittsverhandlungen mit Ankara sind in insgesamt 35 Kapitel unterteilt. Davon sind bisher zwölf eröffnet und erst eines geschlossen worden. Das Öffnen und Schließen von Verhandlungen ist nur mit Zustimmung aller 27 EU-Regierungen möglich.

Optimismus bei Zypern-Gesprächen
Die spanische Ratspräsidentschaft läuft bis Ende Juni. Die EU-Außenminister haben aber bisher den Beginn von Verhandlungen in acht Bereichen blockiert, weil die Türkei immer noch nicht die eigenen Grenzen für Verkehr aus dem EU-Mitglied Zypern geöffnet hat.

Moratinos zeigte sich zuversichtlich, dass Verhandlungen zwischen griechischen und türkischen Zyprioten über eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts in Kürze "positive Ergebnisse" bringen. "Wir sind sehr, sehr stark daran interessiert, dass dieser Konflikt beendet wird." Die EU erkennt den im türkischen Norden Zyperns ausgerufenen Staat nicht an.