Pröll zu Hypo-Grundstücksdeal: Aktuell "kein Zweifel"

Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) geht derzeit nicht davon aus, dass beim umstrittenen Verkauf eines Wörthersee-Grundstücks durch die Tourismustochter der Hypo Alpe Adria an den einstigen Hypo-Aufsichtsratspräsidenten, Kika/Leiner-Chef Herbert Koch etwas inkorrekt gelaufen sein könnte. Er habe aktuell "keinen Grund für Zweifel", meinte der Vizekanzler am Abend in der ZIB2.

Wie er höre, habe der Verkaufsprozess schon vor Monaten begonnen, erklärte Pröll zur Tatsache, dass die Veräußerung kurz vor der Hypo-Verstaatlichung stattgefunden hatte. Das Grundstück gehörte der Tourismusholding KHBAG, einer Tochter der Bank.

Koch: "Sehr hoher Kaufpreis"
Koch gab in der ZIB2 zu, dass angesichts des Zeitpunktes des Verkaufs eine bessere Optik möglich gewesen wäre. Die Hypo habe aber gesagt, sie müsse das Grundstück verkaufen, um bilanzieren zu können. Dass der Verkaufspreis zu niedrig gewesen sei, bestritt der Kika/Leiner-Chef. Es handle sich um einen "sehr hohen Kaufpreis", der etwas über den kolportierten sieben Millionen liege.

Angst vor Imageschaden
Der Präsident der Kärntner Industriellenvereinigung (IV), Otmar Petschnig, ortet durch die Hypo-Affäre möglichen Schaden für den Wirtschaftsstandort Kärnten. Den Imageverlust gelte es nun wieder wettzumachen.

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Sonderkommission im Einsatz
Seit einigen Tagen arbeitet die SoKo Hypo, die Sonderkommission des Innenministeriums, in Kärnten, um die Hypo-Bank und deren Geschäfte zu durchleuchten. Der Kärntner Bernhard Gaber ist Leiter der SoKo.

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