Burmas Junta will heuer "korrekt" wählen lassen

Die burmesische Militärjunta will noch in diesem Jahr eine Parlamentswahl in dem südostasiatischen Land durchführen. Einen Termin nannte Juntachef General Than Shwe heute in einer Erklärung anlässlich des Unabhängigkeitstages aber nicht.

"Das ganze Volk muss korrekte Entscheidungen treffen", sagte der Machthaber. 2008 hatte das Regime die Bevölkerung in einem umstrittenen Plebiszit über eine neue Verfassung abstimmen lassen. Diese zementiert die absolute Vorrangstellung des Militärs, das seit 1962 fast ununterbrochen an der Macht ist.

Die unter Hausarrest stehende Führerin der burmesischen Demokratiebewegung, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, darf aufgrund einer Verfassungsbestimmung nicht zu Wahlen antreten, weil sie die Witwe eines Ausländers, des britischen Historikers und Orientalisten Michael Aris, ist.