Nach Detroit: Obama beruft Krisenkonferenz ein

Nach dem vereitelten Flugzeugattentat von Detroit will US-Präsident Barack Obama auf einer Krisenkonferenz mit den Chefs der Sicherheitsbehörden Konsequenzen ziehen. Bei dem Treffen im abhörsicheren Lagezentrum des Weißen Hauses am Dienstag soll es um verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, einen verbesserten Austausch von Geheimdienstinformationen und Anti-Terror-Maßnahmen gehen, teilte Obama am Silvestertag von seinem Urlaubsort auf Hawaii aus mit.

Der Präsident will die Ergebnisse einer von ihm angeordneten Überprüfung der Arbeit der Geheimdienste vor dem versuchten Anschlag über das Wochenende studieren. Dabei geht es um die Frage, weshalb die US-Spionagedienste und Sicherheitsbehörden verschiedene vorliegende Informationen und Warnsignale über den Attentäter Umar Faruk Abdulmutallab nicht miteinander in Verbindung brachten.

An der Krisenkonferenz am Dienstag sollen unter anderen die Spitzen verschiedener Geheimdienste wie der CIA, aber auch des Heimatschutzministeriums und der für Flughafensicherheit zuständigen Behörde TSA teilnehmen.

Prediger im Visier der Ermittler
Die US-Ermittler nehmen derweil den radikalen Prediger Anwar al-Awlaki immer stärker ins Visier. Es gebe zunehmend Belege, dass der Geistliche mit dem Nigerianer in Verbindung stand, berichteten US-Zeitungen. Nach Angaben eines jemenitischen Regierungsbeamten ist es wahrscheinlich auch zu einem Treffen Abdulmutallabs mit Al-Kaida-Mitglieder in einem Haus gekommen, das Al-Awlaki bewohnt, wie die "Washington Post" meldete.