Italienischer Bischof beklagt "ungenießbare" Predigten

Der italienische Bischof Mariano Crociata ist mit katholischen Predigern auf einem Liturgiekongress für Priesteranwärter hart ins Gericht gegangen, wie der katholische Nachrichtendienst Kathpress gestern berichtete.

Ansprachen in Gottesdiensten erwiesen sich häufig als "süßlicher und bedeutungsloser Brei" und seien "ungenießbar oder zumindest wenig nahrhaft", sagte der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz laut der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano". Eine gute Predigt sei eine Frage der Lebenshaltung und nicht der Worte, so der Bischof.

Predigten dürften einerseits nicht zum Platz für Anklagen, Schmähungen, Tadel und Verurteilungen verkommen: "Aber auch das Gegenteil wird abgeschmackt, wenn unsere Worte sich auf ein armseliges Sammelsurium von allgemeinen Ermahnungen und universalem 'Gutmenschentum' beschränken."