Internationale Friedensaktivisten haben heute gemeinsam mit Palästinensern und Israelis gegen die mehr als dreijährige Blockade des Gazastreifens demonstriert.
Die Protestaktion, an der Hunderte Menschen teilnahmen, fand auf beiden Seiten des Erez-Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Israel statt. Auf der palästinensischen Seite versammelten sich zahlreiche Palästinenser und 86 ausländische Aktivisten, denen Ägypten in der Nacht die Einreise erlaubt hatte.
Ägypten verbietet Einreise
Weiteren 1.300 Demonstranten aus aller Welt hatten die ägyptischen Behörden allerdings die Überquerung der Grenze bei Rafah verwehrt. Sie sitzen seit mehreren Tagen in Kairo fest. Mehrere hundert von ihnen demonstrierten vor dem Ägyptischen Museum in Kairo gegen die Gaza-Blockade.
Auf der israelischen Seite des Erez-Übergangs nach Gaza protestierten israelische Araber gemeinsam mit linksorientierten Israelis gegen die Sperrmaßnahme. Sie erinnerten auch an den Gaza-Krieg, bei dem vor einem Jahr etwa 1.400 Palästinenser getötet und mehr als 5.000 verletzt worden waren.
Hamas-Führer übermittelt Botschaft
Hamas-Führer Ismail Hanija übermittelte den israelischen Arabern unter den Demonstranten per Telefon die Botschaft, sie stärkten den Einwohnern Gazas mit ihren Protesten den Rücken. "Wir sind sicher, dass wir uns in der Al-Aksa-Moschee treffen werden und dass Jerusalem arabisch und islamisch bleiben wird", sagte Hanija.
Dschamal al-Chudari vom palästinensischen Volkskomitee gegen die Gazablockade forderte die sofortige Aufhebung der Sperre und die Öffnung aller Grenzübergänge zu Israel und Ägypten.
Für Samstagabend ist im Zentrum Tel Avivs eine weitere Demonstration geplant.