Im Zusammenhang mit der Entschädigung von Hunderttausenden Bankkunden hat das isländische Parlament der Rückzahlung von fast vier Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande zugestimmt.
Das Parlament in Reykjavik billigte gestern Abend mit knapper Mehrheit ein Gesetz, mit dem sich Island zur schrittweisen Erstattung von 3,8 Milliarden Euro bis 2024 an die britische und niederländische Regierung verpflichtet. London und Amsterdam hatten Entschädigungszahlungen an Sparer der pleitegegangenen Icesave-Bank vorgestreckt.
Mehr als 320.000 Kunden aus Großbritannien und den Niederlanden hatten sich von den hohen Zinsen des isländischen Geldinstituts anlocken lassen. Als das Mutterunternehmen der Bank, die Landsbanki, im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht wurde, verloren die Sparer ihre Einlagen.