Der künftige kroatische Staatspräsident dürfte aus dem sozialdemokratischen Lager kommen. Neben dem seit Wochen unangefochten führenden offiziellen Kandidaten der Sozialdemokraten (SDP), Ivo Josipovic, wird es einer aktuellen Umfrage zufolge auch der SDP-Dissident und Zagreber Bürgermeister Milan Bandic in die Stichwahl um das Präsidentenamt schaffen.
Wie die Tageszeitung "Jutarnji list" berichtete, kann Josipovic heute bei der ersten Wahlrunde mit 24,8 Prozent der Stimmen rechnen, während Bandic mit 11,9 Prozent auf dem zweiten Platz landet.
Der populistische Zagreber Bürgermeister profitiert von der Spaltung der regierenden national-konservativen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ), die gleich mit drei Kandidaten um das höchste Präsidentenamt rittert.
Die besten Chancen auf den Einzug in die Stichwahl hat der HDZ-Dissident und Chef der kroatischen Wirtschaftskammer, Nadan Vidosevic, der aber in der jüngsten Umfrage von Bandic um 2,5 Prozentpunkte überflügelt wird.
Für eine Überraschung könnte die Chefin der Kroatischen Volkspartei (HNS), Vesna Pusic, sorgen, deren Beliebtheitskurve nach oben zeigt und die in der Umfrage mit 7,8 Prozent der Stimmen bereits auf dem vierten Platz landet.