Faymann auf dem Golan: "Wichtige Friedensmission"

"Friedliche Festtage" hat Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) heute den österreichischen Soldaten auf dem Golan gewünscht.

In der Pufferzone zwischen Syrien und Israel bekam das eine besondere Bedeutung. Seit 1974 ist das Bundesheer an dem UNO-Einsatz beteiligt. "Es ist eine wichtige Mission, in der Region für Frieden zu sorgen," betonte Faymann bei einem vorweihnachtlichen Festakt im Stützpunkt Camp Faouar. "Zu Weihnachten nicht zu Hause sein zu können ist auch ein Opfer."

Mit seinem Besuch wolle er auch zeigen, dass der Einsatz der derzeit über 380 österreichischen Soldaten auf dem Golan in der Heimat nicht vergessen sei. "Wir sind stolz auf Sie", sagte Faymann. "Neutral zu sein bedeutet nicht, unbeteiligt zu sein oder wegzusehen. Neutralität muss auch verteidigt werden."

Darabos: "Überproportionaler Einsatz"
Auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sprach von einem "Signal", das von dem Besuch bei der Truppe ausgehen solle: "Ich komme aus Bosnien, war auch im Tschad bei unseren Soldatinnen und Soldaten. Es zeigt, dass Österreich hinter diesen Einsätzen steht."

Österreich sei eine Nation, die weit über ihre Einwohnerzahl hinaus einen "überproportionalen Einsatz für Friedensmissionen leistet". Auslandseinsätze seien das Bild, "das Österreich nach außen abgibt", sagte Darabos. Daher könne er auch das Versprechen abgeben, "dass wir das Engagement nicht einschränken werden".