Im Streit über eine Gehaltserhöhung von 3,7 Prozent sind die EU-Beamten des Ministerrats heute in den Streik getreten. Ein Treffen der EU-Verkehrsminister in Brüssel fand dennoch statt, weil die Gewerkschaften einen "Minimaldienst" zugesichert hatten. Intern sei der Streik aber spürbar gewesen, sagten Diplomaten: 30 bis 40 Arbeitsgruppen seien ausgefallen.
3,7 Prozent laut Berechnung
Zum Streikbeginn verteilten in der Früh rund 50 Beamte im Eingangssaal des Gebäudes Flugblätter. Sie fordern, dass der Vorschlag der EU-Kommission zu einer Gehaltsanhebung von 3,7 Prozent im kommenden Jahr umgesetzt wird. Einige EU-Länder lehnen das aber unter Hinweis auf nationale Sparmaßnahmen ab.
Die Bezahlung der EU-Beamten wird anhand der Entwicklung der Beamtengehälter in acht Mitgliedsstaaten berechnet. Maßgeblich für die laufende Runde ist das Jahr 2008. Von der Regelung sind etwa 40.000 EU-Beamte betroffen, davon arbeiten 3.500 im Rat.