Berlusconi aus Spital entlassen

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der am Sonntag bei einer Parteiveranstaltung in Mailand von einem mutmaßlich geistig Verwirrten angegriffen und verletzt wurde, ist heute aus der Mailänder Klinik San Raffaele entlassen worden, in der er sich seit dem Angriff aufhielt.

Er sei nach einer "ruhigen und schmerzfreien Nacht" entlassen worden, berichtete sein persönlicher Arzt Alberto Zangrillo.

Video dazu in iptv.ORF.at

Auf Rat der Ärzte wird sich der 73-jährige Ministerpräsident eine zweiwöchige Ruhepause nehmen, um von der Unterlippenverletzung und der Nasenfraktur zu genesen, berichteten italienische Medien. Eine für gestern geplante Reise zum Weltklimagipfel in Dänemark hatte Berlusconi nach dem Angriff am Sonntag bereits abgesagt.

Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ANSA will er sich in den kommenden Tagen in eine Privatklinik im Tessin (Schweiz) begeben, "um jede Spur des Angriffs zu tilgen".

Souvenir wird zu Verkaufsschlager
Inzwischen haben Nachbildungen des Mailänder Doms wie jene, die Massimo T. gegen Berlusconi geworfen hat, Hochkonjunktur. Der Trentiner Unternehmer Franco Zambiasi, der die Souvenirminiaturen für Touristen aus China importiert, berichtete, dass seit dem Angriff auf Berlusconi am Sonntag 3.000 Stück verkauft worden seien.

"Jährlich importieren wir 2.500 Miniaturen aus China. In drei Tagen haben wir mehr Dom-Miniaturen als in einem ganzen Jahr verkauft", so Zambiasi.