EU will europäisches Bürgerbegehren bis Mitte 2010

Die EU will bis Mitte kommenden Jahres Klarheit über ein europäisches Bürgerbegehren schaffen. Ein entsprechendes Gesetz soll in der ersten Hälfte des Jahres 2010 beschlossen werden, entschieden die Staats- und Regierungschefs der EU gestern in Brüssel.

Der seit 1. Dezember geltende Lissabon-Vertrag sieht vor, dass eine Million Bürger aus "einer erheblichen Anzahl von Mitgliedsstaaten" eine Gesetzesinitiative fordern können. Bisher sind aber Einzelheiten ungeklärt - beispielsweise die Frage, was eine erhebliche Anzahl von Mitgliedsstaaten ist.

Der Gipfel forderte auch EU-"Außenministerin" Catherine Ashton auf, rasch einen Vorschlag für die Schaffung eines EU-eigenen Diplomatischen Dienstes vorzulegen. Darüber soll bis Ende April entschieden werden. Umstritten ist vor allem, ob der Dienst bei der EU-Kommission oder aber beim EU-Ministerrat angesiedelt wird.