Österreichische Soldaten aus dem Tschad heimgekehrt

Die letzten bei der UNO-Mission MINURCAT im zentralafrikanischen Tschad eingesetzten österreichischen Soldaten sind heute nach Österreich zurückgekehrt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zeigte sich bei ihrer Begrüßung im niederösterreichischen Götzendorf sehr zufrieden: "Es war kein einfacher Einsatz, aber wir können eine sehr positive Bilanz ziehen. Unsere Aufgabe, die Flüchtlingslager zu schützen, ist gelungen."

"Gerade Afrika wird sicherheitspolitisch immer bedeutender", so Darabos, der daran erinnerte, dass das Bundesheer nächstes Jahr das Jubiläum "50 Jahre Auslandseinsätze" feiert. Die erste Auslandsmission war 1960 im Kongo, bis März 2010 wird das Bundesheer noch mit Stabsoffizieren im Tschad im Einsatz sein.

Insgesamt 1.669 Soldaten im Einsatz
Die EUFOR war im März 2008 geschaffen worden, um ein Jahr lang für den Schutz der Flüchtlinge aus dem westsudanesischen Krisengebiet Darfur sowie der Binnenflüchtlinge im Tschad zu sorgen. Im März dieses Jahres übernahm die UNO das Kommando. Österreich beteiligte sich an dem UNO-Friedenseinsatz mit einem Logistikkontingent von bis zu 130 Bundesheerangehörigen.

Insgesamt waren an dem von der Opposition heftig kritisierten Tschad-Einsatz 1.669 österreichische Soldaten und Soldatinnen beteiligt. Die Gesamtkosten des Einsatzes belaufen sich laut Verteidigungsministerium auf 34 Millionen Euro.