EU gibt armen Ländern 5,4 Mrd. Euro für Klimaschutz

Europa bietet den Entwicklungsländern Finanzhilfen für rasche Klimamaßnahmen in Höhe von mindestens 5,4 Milliarden Euro an. Das sagten Diplomaten beim EU-Gipfel.

Die EU will bei der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Angebot für diese Hilfen machen. Sie gelten für die Jahre 2010 bis 2012 und sind eine Art Anschubfinanzierung, bis am 1. Jänner 2013 ein neues Weltklimaabkommen in Kraft tritt.

Österreich wolle die von der EU geplante Anschubfinanzierung für die Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern mit bis zu 140 Mio. Euro im Zeitraum von drei Jahren unterstützen und werde einen konkreten Vorschlag dazu machen, sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) nach dem Ende des ersten Tags beim Gipfel.

Warten auf andere Länder
Die Europäische Union will ihr eigenes Klimaschutzziel nur dann nachbessern, wenn andere große Produzenten gefährlicher Treibhausgase mitziehen. Das sagte der EU-Ratspräsident und schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt nach dem ersten Gipfeltag.

"Das Angebot bleibt auf dem Tisch, auf 30 Prozent zu erhöhen, wenn andere Industrieländer sich auch bewegen", sagte er. "Diese Bedingung ist uns wichtig." Bisher will die EU die Treibhausgase bis 2020 um ein Fünftel verringern - verglichen mit dem Niveau des Jahres 1990.

Annäherung zwischen Brown und Sarkozy
Auch Managerboni waren Thema am ersten Gipfeltag. Noch vor einer Woche hatte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy mit einer flapsigen Bemerkung zur Besetzung der EU-Kommission für einige Verstimmung mit Großbritannien gesorgt. Doch die Eiszeit scheint bereits wieder vorbei.

Unmittelbar vor dem Gipfel demonstrierten Sarkozy und der britische Premier Gordon Brown jedenfalls demonstrative Einigkeit darüber, welche Lehren aus der Wirtschaftskrise gezogen werden müssten. Neben einer Neuregulierung des Finanzsektors stehe demnach auch eine weltweite Besteuerung von Bankerboni außer Frage.

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