Spanien steckt nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's länger und tiefer in der Krise als andere Länder. Der starre Arbeitsmarkt und die hohe Verschuldung des privaten Sektors dürften die Wirtschaftsleistung auf längere Zeit dämpfen, teilte die Ratingagentur gestern mit.
Die Agentur senkte daher den Ausblick für das spanische Rating auf "negativ". Damit drohe innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Herabstufung, wenn die Regierung nicht mit entschiedenen Schritten den Abbau des Haushaltslochs vorantreibe. Allerdings sei noch genügend Zeit für die Regierung, um zu reagieren, erklärte die Agentur.
Ihr Rating beließ sie bei "AA+" für langfristige und "A-1+" für kurzfristige Anleihen. Dabei profitiere Spanien von der Mitgliedschaft in der Euro-Zone. Das habe das Land vor einigen Folgen der Krise abgeschirmt. Standard & Poor's hatte zuletzt im Jänner das Rating für Spanien gesenkt.