Kopf-an-Kopf-Rennen nach Rumänien-Wahl

Nach der zweiten Runde der Präsidentenwahl in Rumänien vom Sonntag beanspruchten beiden Kandidaten den Sieg für sich. Ein offizieller Sieger stand jedoch auch in den Nachtstunden noch nicht fest. Obwohl der Sozialdemokrat Mircea Geoana (PSD) in drei von vier Prognosen knapp vorne lag und bereits seinen Sieg feierte, erklärte sich der von der Liberaldemokratischen Partei (PDL) unterstützte Amtsinhaber Traian Basescu zum Wahlgewinner. Offizielle Ergebnisse wurden für heute angekündigt.

Widersprüchliche Prognosen
Laut Meinungsfrageinstituten scheint Geoana (PSD) als Sieger hervorzugehen. Drei der vier Exit-Polls geben ihm einen Vorsprung von ein bis zwei Prozentpunkten. Nur ein CSOP/IRES-Umfrageergebnis platziert Basescu mit 50,4 Prozent vor Geoana, der demnach mit 48,6 Prozent nur Zweiter würde.

Bemerkenswert ist, dass die PSD erstmals in der Hauptstadt Bukarest, deren Bürgermeister Basescu zwischen 2000 und 2004 war, gewonnen hat.

Höhere Beteiligung als beim ersten Wahlgang
Die Wahlbeteiligung von fast 57 Prozent war höher als beim ersten Wahlgang.

Für den Fall eines Wahlsiegs Geoanas ist eine Anfechtung der Wahl durch die PDL zu erwarten. Bereits bei der Präsidentschaftswahl 2004 hatte Basescu, ebenfalls gegen einen sozialdemokratischen Gegner, einen ähnlich engen Endspurt der Wahl erlebt.