In Rumänien hat laut Prognosen der Sozialist Mircea Geoana die Präsidentenwahl gestern knapp gewonnen. Laut Wählerbefragung der rumänischen Meinungsforschungsinstitute INSOMAR, CURS und CCSB dürfte Geoana auf 50,80 bis 51,6 Prozent der Stimmen kommen, während der bürgerliche Amtsinhaber Traian Basescu voraussichtlich 48,4 bis 49,20 Prozent der Stimmen erhalten wird. Das berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Abend nach Schließung der Wahllokale.
Das Institut CSOP hatte einen knappen Sieg Geoanas schon am Nachmittag vermeldet. Obwohl die Veröffentlichung derartiger Zwischenergebnisse laut dem Zentralen Wahlbüro gesetzeswidrig ist, wurden bereits beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen lange vor Wahlschluss Ergebnisse von Exit-Polls bekanntgegeben.
Beide sehen sich als Sieger
Beide Kandidaten beanspruchten allerdings den Sieg jedoch für sich. "Zusammen haben wir gesiegt", sagte Geoana vor seinen Anhängern. "Das ist eine wunderbare Nacht für die rumänische Demokratie." Basescu erklärte, die "korrekte Auszählung der Stimmen" zeige, dass er Geoana geschlagen habe.
Auch beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen waren erste Ergebnisse zugunsten Geoanas ausgefallen, dennoch überholte ihn Basescu schließlich um mehr als einen Prozentpunkt und gewann die Wahl mit 32,4 Prozent der Stimmen. Da die eher Basescu wählende Stadtbevölkerung meist später als die zu Geoana tendierende Landbevölkerung abstimmt, holte Basescu gegen Abend auf. Außerdem werden bei diesen ersten Ergebnissen die Stimmen der Auslandswähler nicht mitgezählt.