Dänemark ist laut einem Bericht der norwegischen Flüchtlingshilfe bisher das einzige Land in Europa, das Menschen wegen der Folgen der Klimaveränderung Asyl gewährt. Laut einem Bericht der Kopenhagener Tageszeitung "Berlingske Tidende" (Sonntag-Ausgabe) haben auch Schweden und Finnland in ihren jeweiligen Asylgesetzen eine Klausel, die die Aufnahme von Klimaflüchtlingen auf legaler Basis ermöglicht. In Norwegen tritt eine entsprechende Regel kommendes Jahr in Kraft.
Laut "Berlingske Tidende" leben derzeit einige Dutzend Flüchtlinge aus Ostafrika und Afghanistan in Dänemark, die ein humanitäres Aufenthaltsrecht aufgrund der 1993 eingeführten Bestimmung besitzen. Das "Überlebenskriterium" in den dänischen Asylbestimmungen ermöglicht die Aufnahme von Flüchtlingen, die in ihrem Ursprungsland unter "extrem schwierigen Lebensbedingungen" leiden.
Laut dem norwegischen Bericht sieht auch die aktuelle Gesetzgebung in Finnland und Schweden die Möglichkeit der Einräumung eines humanitären Bleiberechts im Fall von Umweltkatastrophen vor. Diese Regelungen zielen aber auf einen vorübergehenden Aufenthalt wegen plötzlicher, kurzfristiger Katastrophen ab.