Schweinegrippe: Zwei Drittel "Impfmuffel"

Die Schweinegrippe lässt die Österreicher offenbar ziemlich kalt. 86 Prozent meinen, dass die Gesundheitsbehörden die Situation gut im Griff haben. Rund zwei Drittel sind "Influenza-Impfmuffel". Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Kommunikationsforschers Oekonsult bei 1.013 Personen zwischen 14 und 68 Jahren hervor, die der APA vorliegt. Die Umfrage wurde zwischen 25. und 30. November durchgeführt.

"Von einer Hysterie oder gar Panik in Sachen Schweinegrippe kann in keiner Weise die Rede sein", sagte Oekonsult-Chef Joshi Schillhab. Das unterscheide Österreich von vielen anderen Staaten weltweit.

Besorgnis aber steigend
Insgesamt nimmt bei den Österreichern laut der Umfrage die Besorgnis bezüglich der Influenza-Bedrohung merkbar zu, allerdings immer noch auf recht niedrigem Niveau. Äußerst besorgt sind nunmehr zwölf Prozent (in einer ähnlichen Vorstudie vom Juli waren es sieben Prozent).

In keiner Weise besorgt zeigen sich 18 Prozent, genauso viele wie im Juli. 86 Prozent der Österreicher glauben, dass die Gesundheitsbehörden auch bei Massenerkrankungen die Lage im Griff haben würden.

Zwei Drittel "verweigern"
Besondere Impflust kann der Bevölkerung jedenfalls nicht unterstellt werden. Zum Befragungszeitpunkt gaben knappe fünf Prozent an, bereits gegen die Schweinegrippe geimpft zu sein. 20 Prozent behaupteten, das ganz sicher noch tun zu wollen. 75 Prozent hingegen sagten unverblümt, sie würden die Schutzimpfung definitiv verweigern. 71 Prozent meinten, Logistik und Organisation der Impfeinrichtungen seien im Großen und Ganzen in Ordnung.