Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat heute die Details für das geplante dritte Arbeitsmarktpaket vorgestellt. In Richtung des skeptischen Koalitionspartners ÖVP sagte Faymann, die Maßnahmen könnten sehr rasch umgesetzt werden.
Wie bereits angekündigt soll das 70-Mio.-Euro-Paket 100.000 Menschen dabei unterstützen, Arbeit zu finden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frauenbeschäftigung. Entsprechend erstaunt zeigte sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) über die ablehnenden Stimmen vonseiten der ÖVP, wo zuletzt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner keinen Bedarf für ein weiteres Arbeitsmarktpaket gesehen hatte.
Hundstorfer drängt auf weitere Hilfen
Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) betonte den Erfolg der bisherigen zwei Pakete, der nun durch ein drittes Paket weitergeführt werden müsse. Heuer wurden demnach 526.842 Jobs neu vermittelt. 131.000 Lehrverträge gibt es derzeit, um ein paar hundert weniger als im Vorjahr.
Infotage und Deutschkurse
Damit in Zukunft die Arbeitsplätze von den richtigen Personen besetzt werden, soll Schülern die Jobwahl erleichtert werden. Künftig soll es für Schüler der 7. und 8. Schulstufe einen verpflichtenden Infotag in den Berufsinformationszentren geben. Weiters soll es für Arbeitslose Fortbildungskurse und für Migranten verstärkt Deutschkurse geben.
Zum Thema Frauenförderung nannten Faymann und Heinisch-Hosek keine konkreten Maßnahmen.