Eine irische Ordensgemeinschaft, in der über Jahrzehnte Kinder missbraucht wurden, hat 161 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen angeboten. Damit solle "unsere moralische Verpflichtung gegenüber den Überlebenden des Missbrauchs" anerkannt werden, teilten die Christian Brothers gestern mit.
Angesichts der Ergebnisse des "Ryan-Berichts" vom Mai empfinde der katholische Orden "Scham und Bedauern". Für morgen wurde die Veröffentlichung eines weiteren Berichts erwartet, diesmal zu dem Verhalten von Priestern in der Erzdiözese Dublin, der größten des Landes.
Im Jahr 2002 hatten sich die katholischen Kirchenorden dazu bereiterklärt, sich an Entschädigungszahlungen der Regierung in Höhe von 128 Millionen Euro zu beteiligen. Nach der Veröffentlichung des Tausende Seiten starken "Ryan-Berichts" über die Qualen von Buben und Mädchen in Einrichtungen der katholischen Kirche seit den 30er Jahren hatten Oppositionspolitiker gefordert, das Abkommen neu auszuhandeln.