Vier Mekka-Pilger an Schweinegrippe gestorben

Wenige Tage vor dem offiziellen Beginn der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch sind in Saudi-Arabien vier Pilger an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium in Riad heute mit. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um drei 75 Jahre alte Gläubige aus Indien, Marokko und dem Sudan sowie um einen 17-jährigen aus Nigeria.

Die vier seien innerhalb von zwei bis drei Tagen nach ihrer Ankunft in Saudi-Arabien erkrankt, keiner von ihnen sei geimpft gewesen, erklärte das Ministerium.

Angst vor Ausbreitung
Zu der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka, die am 26. November beginnt, werden rund drei Millionen Menschen aus 160 Ländern erwartet. Internationale Gesundheitsexperten befürchten, dass die massive Menschenansammlung aus der ganzen Welt zu einer Ausbreitung der "neuen Grippe" beitragen könnte.

Erstmals mutierte H1N1-Viren entdeckt
In Norwegen und Großbritannien haben Ärzte erstmals verschiedene mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. In beiden Fällen gehen die Mediziner derzeit aber nicht von einem höheren Gefahrenpotenzial aus.

In Großbritannien haben sich Menschen - in der Uniklinik in Cardiff - erstmals gegenseitig mit einer Schweinegrippe-Variante angesteckt, gegen die das verbreitete Medikament Tamiflu nicht wirkt. In Norwegen fand sich bei zwei verstorbenen und einem schwer kranken Schweinegrippe-Patienten eine andere Variante des Erregers H1N1, die möglicherweise dazu führt, dass der Erreger tiefer in die Atemwege eindringen kann.