Ärger um Millionen-Zahlungen für Belgiens König

Ärger um die millionenschwere Apanage für Belgiens König Albert II.: Angesichts leerer Staatskassen spart die Regierung des christdemokratischen Premierministers Herman Van Rompuy, auch bei der königlichen Familie. Im kommenden Jahr sollen die Zuwendungen an den Monarchen, seine Kinder sowie die Witwe des verstorbenen Königs Baudouin, Königin Fabiola, sinken.

Rechtsexperten schlagen belgischen Medienberichten von gestern zufolge jedoch Alarm: Es sei verfassungswidrig, die beim vergangenen Thronwechsel gesetzlich festlegte Zahlung an die Königsfamilie anzurühren.

Viel Geld für die Königsfamilie
Laut der Brüsseler Tageszeitung "Le Soir" kommt der König der Belgier im laufenden Jahr auf eine sogenannte Zivilliste von 10,54 Millionen Euro. Für das kommende Jahr sind 10,39 Millionen Euro vorgesehen. Die in der Bevölkerung noch immer populäre Fabiola, nach der im Land sogar Pralinen benannt sind, soll sich 2010 mit 1,46 Millionen Euro begnügen, nach knapp 1,6 Millionen im zu Ende gehenden Jahr.

Kronprinz Philippe, der gerne Wirtschaftsdelegationen ins Ausland führt, kommt laut der Zeitung auf 935.000 Euro im kommenden Jahr - 2009 waren es 1,02 Millionen Euro. Für Prinzessin Astrid sind nach 353.000 Euro nun 324.000 Euro vorgesehen, für Prinz Laurent, den jüngsten Sohn von Albert II., 311.000 Euro - um 39.000 Euro weniger als zuvor.