Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat das Fürstentum Liechtenstein von der "grauen Liste" der Steueroasen gestrichen. Die OECD habe Liechtenstein als Staat anerkannt, der die internationalen Kooperationsstandards in Steuerfragen implementiert habe, teilte die Regierung heute in Vaduz mit.
Regierungschef Klaus Tschütscher sprach von einem richtungsweisenden Schritt in der Neuausrichtung des Standorts Liechtenstein. OECD-Generalsekretär Angel Gurria begrüßte den Schritt: "Damit zeigt Liechtenstein, dass es zu seinen eingegangenen Verpflichtungen steht und sich in den internationalen Dialog zur Steuerkooperation auch aktiv einbringt."
Liechtenstein hatte sich am 12. März bereiterklärt, den Standard der OECD bei der Amtshilfe in Steuerfragen umzusetzen. Für die Implementierung und damit für die Streichung von der "grauen Liste" hatte die OECD bilaterale Abkommen mit zwölf Staaten als Messlatte festgelegt.