Die Regierungschefs Sloweniens und Kroatiens, Borut Pahor und Jadranka Kosor, haben heute in Stockholm ein bilaterales Abkommen zur Beilegung ihres Grenzstreits unterzeichnet.
Das für den geplanten Beitritt Kroatiens essenzielle Abkommen soll die Grundlage für ein internationales Schiedsverfahren in dem seit 18 Jahren ungelösten Konflikt bilden.
Für die EU unterschrieb der derzeitige Ratsvorsitzende, der schwedische Premier Fredrik Reinfeldt, als Zeuge. Slowenien hatte davor monatelang die EU-Beitrittsverhandlungen mit Kroatien blockiert.
"Inspiration" für andere Länder
Reinfeldt gratulierte den beiden Regierungschefs Pahor und Kosor und dankte für ihren "Mut und ihre Entschiedenheit" zur Lösung des lange währenden Konflikts". Er sei sich dessen bewusst, dass beide "viele Hindernisse" überwinden mussten, um zu diesem Punkt zu kommen.
Die Unterzeichnung des Abkommens zwischen Slowenien und Kroatien öffne eine "neue und vorwärtsgerichtete Perspektive", die für beide Länder Vorteile bringe. Vor allem hätten die beiden Regierungschefs mit ihrem Willen zur Lösung des Problems eine "Inspiration" für die Führer anderer Staaten in der Region geliefert, so der EU-Ratsvorsitzende.