Wenige Wochen vor dem Kopenhagener Weltklimagipfel schwinden die Chancen auf weitreichende Beschlüsse zur Reduzierung der Treibhausgase. Umfassende Vereinbarungen seien unwahrscheinlich, sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso gestern in Washington.
In London äußerte sich UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon ähnlich skeptisch: In Kopenhagen werde wohl kein Folgeabkommen zum auslaufenden Kyoto-Protokoll zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes erreicht werden. "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir in Kopenhagen einen wichtigen Meilenstein erreichen werden", sagte Ban.
Industrie- und Entwicklungsländer streiten darüber, wie die Lasten der angestrebten Reduktion der Treibhausgase verteilt werden sollen. Ban sagte, in Kopenhagen sollten zumindest vier Ziele erreicht werden: eine Verständigung über das Ausmaß der Emissionsreduktion in den reichen Ländern, einen Plan armer Länder zur Verringerung ihres Treibhausgas-Ausstoßes, finanzielle Hilfen für Entwicklungsländer und eine Überprüfung der Umsetzung der Ziele.