Unis: Faymann denkt über Zugangsregelungen nach

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) denkt angesichts überlasteter Universitäten über Zugangsregelungen nach.

Er möchte dabei sowohl über neue als auch über etwaige Änderungen von bestehenden Zugangsregelungen (etwa Aufnahmetests) sprechen. Die Einführung von Studiengebühren lehnte er aber erneut dezidiert ab.

Bildung steht offenbar ganz oben auf der Themenliste Faymanns. Er möchte noch heute mit Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) darüber sprechen und die Unis auch morgen im Ministerrat thematisieren.

Gegen "Illusionen"
Faymann erklärte sich zwar solidarisch mit den Protestierenden, er sei aber gegen Besetzungen. In der Sache selbst sieht er eine "Art von Zugangsregelungen" als notwendig an. Er sei zwar dafür, mehr Studienplätze zu schaffen, aber selbst das würde ohne Regelungen angesichts des Andrangs etwa aus Deutschland nicht reichen.

Er wolle daher keine "Illusionen" schaffen, die er nicht erfüllen könne, so der Kanzler.

In dem von Studenten besetzen Audimax der Uni Wien wird Faymann nicht erscheinen. Den Dialog mit den Studenten müsse jetzt Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) führen.

Hahn für Unidialog
Auch Hahn lehnt es weiterhin ab, im besetzten Audimax mit den protestierenden Studenten zusammenzutreffen. Der Minister will aber "diese autonomen Gruppen" einladen, Delegierte für den von ihm geplanten Hochschuldialog zu nominieren.

Nach der in der Vorwoche von ihm gewährten Finanzspritze für die Unis in Höhe von 34 Mio. Euro sieht Hahn nun "auch die Rektoren in ihrer Eigenschaft als hauptverantwortliche Manager von Großbetrieben gefordert". Nicht wenige der Kritikpunkte würden sich an die Unis selbst richten, die eine sehr hohe Autonomie hätten. "Man kann nicht nur immer nach der Politik schreien", so Hahn.

Grazer Studenten protestieren mit "Trauerfeier"
Studenten der Universität Graz und der TU Graz setzen ihren Protest gegen die Bildungspolitik fort. An der Uni Graz findet am Nachmittag eine "Trauerfeier" vor dem Hauptgebäude der Uni statt. Am Donnerstag ist ein weiterer Protestmarsch geplant.

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Riesenplakat auf Salzburger Festung
In der Stadt Salzburg haben Studenten auf der Festung ein etwa 175 Quadratmeter großes Transparent entrollt, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

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Österreichweiter Aktionstag geplant
Die Studentenproteste könnten sich diese Woche ausweiten. Am Donnerstag ist ein österreichweiter Aktionstag geplant. Auch in Wien wollen die Studenten erneut auf die Straße gehen.

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