Darabos lobt Kroatiens Fortschritt auf Weg in EU

Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) ist heute vom kroatischen Staatspräsidenten Stjepan Mesic in Zagreb empfangen worden und hat dabei die "großen Fortschritte" Kroatiens bei der Umsetzung der für einen EU-Beitritt nötigen Reformen gelobt. Zugleich mahnte Darabos aber zusätzliche Anstrengungen ein.

"In so wichtigen Bereichen wie Justizwesen und Bekämpfung von Korruption und Kriminalität muss noch einiges getan werden", wurde Darabos in einer Aussendung des Verteidigungsministeriums zitiert. Er versicherte Mesic, dass "Österreich den positiven Abschluss der Beitrittsverhandlungen (Kroatiens, Anm.) zum frühestmöglichen Zeitpunkt unterstützen wird".

Festhalten an Friedensmissionen
Nach Meinung von Darabos, der mit Mesic auch über den slowenisch-kroatischen Grenzstreit und die sicherheitspolitische Entwicklung in Südosteuropa sprach, ist die EU-Beitrittsperspektive die wichtigste Grundlage für die Stabilität in der Region.

Darabos sagte weiter, dass Österreich seine militärische Präsenz im Rahmen der Friedensmissionen im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina aufrechterhalten wolle. "Wir dürfen diese Region nicht aus den Augen verlieren", sagte der Verteidigungsminister, der auf EU-Ebene vehement gegen eine Auflösung der EUFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina aufgetreten ist. Diese Mission dürfe erst beendet werden, "wenn die Zeit dafür reif ist".