Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die politische Einigung in Österreich zur Lockerung des Bankgeheimnisses für Ausländer begrüßt.
Wenn Österreich das Gesetz zur internationalen Amtshilfe in Steuerfragen beschließt und die notwendigen zwölf Doppelbesteuerungsabkommen rechtskräftig sind, werde die OECD das Land von der "grauen Liste" streichen, kündigte Jeffrey Owens, Direktor des OECD-Zentrums für Steuerpolitik und Steuerverwaltung in Paris, gestern Nachmittag gegenüber der APA an.
"Wir sind sehr zufrieden mit diesem Kompromiss", sagte Owens. Zu Beginn des Sommers sei die OECD noch "sehr besorgt" über Österreich gewesen.
Österreich wird derzeit noch als einziges EU-Land auf der "grauen Liste" jener Länder geführt, die sich zwar zu den OECD-Transparenzrichtlinien bekannt, diese aber noch nicht umgesetzt haben. Am Dienstag, dem 1. September, soll das Amtshilfedurchführungsgesetz in einer Sondersitzung des Nationalrats beschlossen werden.