Die EU hat milliardenschwere Nothilfen für Lettland und Rumänien freigegeben. Das besonders von der Finanzkrise gebeutelte Lettland bekommt 1,2 Milliarden Euro. Der Betrag gehört zu der schon vor längerer Zeit gebilligten Zahlungsbilanzhilfe der EU für das baltische Land von insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Das teilten die EU-Kommission und die schwedische Ratspräsidentschaft gestern mit.
Rumänien erhält 1,5 Milliarden Euro. Diese Summe ist die erste Tranche eines Fünf-Milliarden-Euro-Darlehens. Eine weitere Milliarde soll noch in diesem Jahr freigegeben werden. Die Darlehen seien eine Unterstützung seitens der EU für die Länder, die am meisten von der Finanzkrise betroffen seien, sagte EU-Finanzkommissar Joaquín Almunia mit.
An beide Länder stellt die EU strenge Bedingungen, damit weitere Folgen der Finanzkrise vermieden werden. So muss Lettland etwa seine Neuverschuldung bis 2012 unter die Maastrichter Marke von drei Prozent bringen. Die EU-Behörde erwartet für das baltische Land im laufenden Jahr eine Neuverschuldung in Höhe von rund elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Riga hatte unlängst ein neues Sparpaket angekündigt.