Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet erst von Mitte 2010 an wieder positive Wachstumsraten im Euro-Raum. Nach einem "extrem schwachen" ersten Quartal werde die Wirtschaftstätigkeit im weiteren Verlauf des Jahres 2009 weitaus weniger negativ ausfallen, erklärte die Zentralbank in ihrem heute in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für Juni.
Bei einem moderaten Inflationsdruck sei die Preisstabilität auf mittlere Sicht gewährleistet.
Gleichzeitig mahnten die Währungshüter die Regierungen, die in der Krise drastische erhöhte Verschuldung so bald wie möglich zurückzufahren. Die meisten Euro-Länder würden in diesem und im kommenden Jahr Defizitquoten oberhalb des Referenzwerts von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausweisen, schrieb die EZB.
Um das Vertrauen in die öffentlichen Finanzen zu gewährleisten, seien "ehrgeizige und glaubwürdige Anpassungsanstrengungen" erforderlich.