Nowotny: Prognosen der EZB nicht sehr gut

Morgen wird die Europäische Zentralbank (EZB) für die Euro-Zone und auch für Österreich ihre neuen Prognosen für die Konjunktur und die Inflationsentwicklung veröffentlichen.

"Es werden leider keine sehr guten Zahlen sein", kündigte Österreichs Notenbankgouverneur und EZB-Rat Ewald Nowotny gestern Abend bei der Verleihung der Börsenpreise in Wien an. Europa sei tatsächlich in einer sehr schweren Krise.

Gerechnet wird damit, dass der Abwärtstrend jetzt einen Tiefpunkt erreicht hat. Laut Nowotny wird es heuer noch massiv negative Wachstumsraten geben, nächstes Jahr werde man bei "plus/minus null" liegen, so Nowotny.

Sorgen vor einer Hyperinflation hält er für "an den Haaren herbeigezogen". Von Deflation spricht er nicht. Im Euro-Raum habe man jetzt null Inflation. Nowotny geht davon aus, dass Europa wahrscheinlich einige Monate mit negativen Inflationsraten erleben wird. In einigen Ländern sei das jetzt schon der Fall. "Wir von der EZB nennen das nicht Deflation, sondern Disinflation", so Nowotny. Das habe mit dem Basiseffekt aus dem Vorjahr zu tun.