In der tschechischen Hauptstadt Prag hat heute ein Spitzentreffen zur drohenden Beschäftigungskrise in Europa begonnen. Die Europäische Union will sich mit Arbeitgebern und Gewerkschaftsführern auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die drohende Massenarbeitslosigkeit einigen.
Der tschechische Arbeits- und Sozialminister Petr Necas, dessen Land bis Ende Juni den EU-Vorsitz hat, rief die EU-Staaten auf, ihre Arbeitsmärkte trotz der Krise nicht abzuschotten.
Die Europäische Kommission erwartet wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise bis zum kommenden Jahr rund 8,5 Millionen Arbeitslose mehr. Allein in Deutschland soll die Zahl der beschäftigungslosen Menschen um 1,5 Millionen steigen. Damit läge die Arbeitslosenzahl erstmals seit 2005 wieder über der Fünfmillionenmarke. Im Entwurf des Abschlusstextes stellt die EU jedem Arbeitslosen und -suchenden eine Unterstützung oder Umschulung in Aussicht. Das müsse besonders für Menschen unter 24 Jahre gelten, heißt es.