Streit beendet: Italien nimmt 140 Flüchtlinge auf

Nach dreitägigem Streit hat sich Italien gestern bereiterklärt, 140 Flüchtlinge aufzunehmen, die vor der Insel Lampedusa auf einem türkischen Frachter ausharren mussten.

Die Entscheidung sei aus "humanitären Gründen" getroffen worden, sagte das Außenministerium in Rom am Abend. Sie stelle keinen Präzedenzfall dar.

Malta hatte in dem tagelangen Streit zwar anerkannt, dass die Flüchtlinge in seiner Rettungszone im Mittelmeer aufgegriffen worden waren. Nach internationalem Recht müssten sie aber im nächstgelegenen Hafen, also auf Lampedusa, abgesetzt werden.

Ein Toter vor den Kanarischen Inseln
Unterdessen rettete die mauretanische Küstenwache 109 Flüchtlinge, die auf dem Weg zu den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln waren. Wie die Nachrichtenagentur AFP gestern aus Sicherheitskreisen in Mauretanien erfuhr, starb einer der Flüchtlinge, denen Wasser und Lebensmittel ausgegangen waren.